Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage  

Zu Beginn dieses Jahres 2020 gingen die Klassensprecher des Christlichen Spalatin-Gymnasiums durch die Klassen und sammelten Unterschriften für ein Projekt mit dem Titel „Schule ohne Rassismus - Schule mit Courage“. Trotzdem fragen sich auch heute noch viele, was war das denn für ein Projekt? Ursprünglich kommt diese Schülerinitiative aus Belgien, dort dachten sich ein paar Schüler, dass man etwas gegen die Gewalt und Diskriminierung tun muss, um gegen jegliche Form der Diskriminierung bereits im Schulsystem vorzugehen. Das Projekt war jedoch so erfolgreich, dass es das heute nicht nur in Belgien gibt, sondern eben auch in Deutschland, den Niederlanden, Österreich, Spanien und vielen anderen europäischen Nationen. Jede Schule, die Teil des Projektes ist oder sein will, verpflichtet sich mit den Unterschriften dazu, dass mindestens einmal im Jahr ein Projekt gegen Diskriminierung durchführt wird und sich alle an der Schule Lernende, Lehrende und Arbeitende gegen Diskriminierung auch außerhalb der Schule einsetzen. Wir haben unseren Antrag und unsere Listen bereits eingereicht und sind stolz darauf, dass 83,4 Prozent aller Spalatiner das Projekt unterstützen und wir somit - wie viele andere Schulen - dazu beitragen, dass unsere Welt zu einem besseren Ort mit weniger Diskriminierung wird.

Seit dem 2. April 2020 ist das Spalatin-Gymnasium anerkannte Courage-Schule, doch seit Beginn der Pandemie haben wir eine geplante Titelverleihung bereits drei Mal verschieben müssen. Auch in diesem Schuljahr war das Gremium „Schule ohne Rassismus - Schule mit Courage“ aktiv und begann die Vorbereitungen für den Festgottesdienst zur offiziellen Titelverleihung. Doch dann kam der sogenannte „Lockdown-light“. Die Infektionszahlen stiegen und nach und nach wurde alles, was wir so mühevoll aufgebaut hatten, abgesagt. 
Im Rahmen des Projekts von Schule ohne Rassismus sollte eigentlich auch eine Präsenzveranstaltung zur Fortbildung mit einigen Vertretern aus der SMV stattfinden, doch auch hier musste umgeplant werden und das Treffen fand digital statt, sodass die Schülervertreter von zu Hause aus teilnahmen. So trafen sich am 24. und 25. November 2020 Vertreter unserer SMV, begleitet von unserer Schulsozialarbeiterin Nancy Berger digital mit anderen Schulen aus ganz Thüringen, die auch Teil des Courage-Projekts sind, zu einem aktiven Austausch über die Schülervertretungsarbeit und verschiedenen Projekten der einzelnen Schulen. Auch für uns entstanden hier viele Ideen, die wir teilweise bereits umgesetzt haben, aber auch noch immer im Begriff sind umzusetzen.
 

 Alexander Lippold
 ergänzt durch David Kürschner